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Informationsveranstaltung zum Thema Trinkwasser

Am 10.2.2015 hielt Dr. Christian Magerl einen Vortrag zum Thema Wasser in Bayern. Dabei wurde deutlich, dass sich trotz unterschiedlicher Anstrengungen die Qualität des Trinkwassers in Bayern besonders in Bezug auf den Nitratgehalt verschlechtert, statt verbessert hat.

Nitrat im Grundwasser ist am Samerberg allerdings kein Problem, die Werte liegen auch unter den Vorsorgewerten für Kleinkinder und Babys. Dafür gibt es das aktuelle Problem der Verunreinigung und die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung aus oberflächennahen Grundwasser:

 

Die meisten Besucher waren sich einig in der Feststellung, dass bei allen Problemen die es aktuell gibt, die regionale Wasserversorgung in den Händen der Gemeinde oder zumindest der öffentlichen Hand bleiben muss.

Ebenso erhielt die Feststellung Zustimmung, dass die Informationspolitik der Gemeinde zu dem wichtigen Thema Trinkwasser inakzeptabel ist.

Eine Chronologie der Ereignisse um die aktuellen Verschmutzungsprobleme aus Sicht der betroffenen Verbraucher kann in der Präsentation (auf das Bild links klicken) nachvollzogen werden.

Aus den Wetterdaten ist ersichtlich, dass der Starkregen im letzten Jahr, der allgemein als Ursache für die Verunreinigung mit Keimen angesehen wird, kein singuläres Ereignis war. Im Gegenteil: Ein Vergleich mit anderen Starkregenereignisse der letzten 50 Jahre zeigt sich, dass es rund 20 Tage gab, an denen mehr Regen fiel.

 

 

 


 

 

Sauberes Trinkwasser am Samerberg

Der Förderverein Hochries lädt ein zum Vortrag von Dr. Christian Magerl zum Thema Lebensmittels Nr. 1: Unser Trinkwasser.

Am Samerberg muss seit August letzten Jahres das Trinkwasser abgekocht oder gechlort werden.

Nach einem Fernsehinterview von Georg Huber ist bekannt, dass die mittel- und langfristige Trinwasserversorgung aus oberflächennahen Grundwasser nicht gewährleistet werden kann. Der Bürgermeister hat auf eine entsprechende Anfrage die Auskunft zu diesem Thema ohne Angabe von Gründen verweigert.

 

 


 

Übergabe rund 3.000 Unterschriften

Die Bürgerinitiative "Kein Tetra-Funk im Chiemgau" hat am 14. Januar rund 3.000 Unterschriften an den Landrat Wolfgang Berthaler übergeben.

Mit dabei sind rund 640 Unterschriften gegen den Tretrafunk auf der Hochries.

Die zentrale Forderung ist: Wir wollen die beste Ausrüstung für unsere Sicherheits- und Rettungskräfte und keine unnötige Belastung für unsere Gesundheit. Nicht für uns, unsere Kinder und Enkelkinder,… nicht für unsere Polizei, unsere Rettungskräfte und unsere Feuerwehr und auch nicht für die zahlreichen Urlauber in unserer Region.

Anschliessend gab der Sprecher der Bürgerinitiative ein Interview im Regionalfunk.

 


 

Bürgermeister verweigert Auskunft

Der Tetrafunkstandort auf der Hochries-Bergstation wurde u.a. mit der Begründung abgelehnt, dass die Hochries-Bahn nicht an den Gesundheitsrisiken der Bevölkerung verdienen möchte. Der Gemeinderat hatte sich im Vorfeld in mehreren Abstimmungen gegen den Hochriesstandort ausgesprochen. Es wurden knapp 700 Unterschriften in einer entsprechenden Petition gesammelt. 
Ein dreiviertel Jahr später gilt das nicht mehr, die Bergstation wird nun als Tetrafunk-Standort zur Verfügung gestellt. Das Verfahren dabei ist ganz einfach: Es wird so lange abgestimmt, bis das Ergebnis passt.

Parallel wird im Ortskern von Törwang eine LTE-Sendeanlage errichtet. Die Gemeinde macht sich dabei die Terminologie des Betreibers zueigen und spricht von einer Umrüstung. Dabei soll wahrscheinlich suggeriert werden, dass etwas ab- und dafür etwas anderes aufgebaut wird. Dies ist natürlich nicht der Fall. Die LTE-Funkbelastung kommt zur bisherigen Belastung dazu.

Dabei ist Törwang schon jetzt hochbelastet. Eine Messung mit einem Mobilfunkdosimeter des Landesamtes für Umwelt hat gezeigt, dass die Spitzenwerte auf dem Dorfplatz höher sind als auf der Hochries.

So mancher wird sich fragen, wie das möglich ist. Nun am Dorfplatz in Törwang ist unter einem Dach eine Mobilfunksendestation versteckt.

 Die Messungen zeigen, dass die Spitzenwerte den geltenden Grenzwert (26. BImSchV) zur Hälfte ausschöpfen. Nach geltender Rechtslage ist also alles in Ordnung. Aber der Grenzwert ist nicht nach dem Vorsorgeprinzip definiert worden.

Umgekehrt ist es so, dass weit unterhalb dieses Wertes gesundheitliche Risiken in vielen Studien nachgewiesen wurden. Dementsprechend liegen wirkliche Vorsorgewerte um mehrere Größenordnungen unterhalb der geltenden Grenzwerte. Der BUND etwa fordert einen Wert, der 0,1% bzw. 0,0001% des hier mit 100% angesetzten Grenzwertes beträgt.

 


Der alte Gemeinderat hatte am 10.3.2014 einstimmig, also auch mit der Stimme des Bürgermeisters beschlossen, dass im Wohngebiet keine Mobilfunkanlagen errichtet werden dürfen. Zudem soll nach dem Vorbild von Gräfelfing ein Standortkonzept erarbeitet werden, das garantiert, dass die Belastung der Bevölkerung minimiert wird.



Der Bürgermeister hat jetzt auf Nachfrage verlauten lassen, dass beide Punkte nicht umgesetzt werden, weil es zum einen keine Einflussmöglichkeiten gäbe und zum anderen die Gräfelfinger Verhältnisse nicht auf den Samerberg übertragbar seien.

Eine Antwort auf die Nachfrage, worin der Unterschied zu Gräfelfing besteht, wurde ohne Begründung  verweigert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Antrag zur Informationspflicht angenommen

Am Montag ist der Antrag "Information und Immissionsminimierung hochfrequenter elektromagnetischer Felder zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung" im Gemeinderat Samerberg angenommen worden.

Dies bedeutet, dass die Gemeindeverwaltung die Details dafür ausarbeiten muss, dass

  1. wenn Mobilfunkanlagen am Samerberg installiert oder erweitert werden, die Bevölkerung vorher umfassend informiert werden muss. Und zwar:
    • über den genauen Standort
    • die Sendeleistung
    • und die zu erwartenden Auswirkungen auf die Immissionsbelastung
  2. die Gemeinde zwar keine eigenen Grenzwerte festlegen kann, aber sie kann Standorte ausserhalb der Wohnbereiche festlegen die
  • weit genug entfernt sind
  • trotzdem eine Funkversorgung ermöglichen
  • und eine festgelegte Sendeleistung nicht überschreiten darf

Ersteres sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Der zweite Punkt erfordert einiges an konzeptioneller Arbeit. Aber es lohnt sich. Inwieweit den Anwohnern der Mobilfunkanlage im Zentrum von Törwang geholfen werden kann, hängt vom Engagement des neuen Gemeinderates und der Verwaltung ab.

 

Generell hätten wir uns noch mehr gewünscht - etwa, die Unterstützung des Moratorium für den Tetrafunk. Dennoch haben wir ein wichtiges Teilziel erreicht.

Aber machen wir uns nichts vor, der Beschluss ist das eine - es kommt auf die Umsetzung an.


 

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