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Bürgermeister verweigert Auskunft

Der Tetrafunkstandort auf der Hochries-Bergstation wurde u.a. mit der Begründung abgelehnt, dass die Hochries-Bahn nicht an den Gesundheitsrisiken der Bevölkerung verdienen möchte. Der Gemeinderat hatte sich im Vorfeld in mehreren Abstimmungen gegen den Hochriesstandort ausgesprochen. Es wurden knapp 700 Unterschriften in einer entsprechenden Petition gesammelt. 
Ein dreiviertel Jahr später gilt das nicht mehr, die Bergstation wird nun als Tetrafunk-Standort zur Verfügung gestellt. Das Verfahren dabei ist ganz einfach: Es wird so lange abgestimmt, bis das Ergebnis passt.

Parallel wird im Ortskern von Törwang eine LTE-Sendeanlage errichtet. Die Gemeinde macht sich dabei die Terminologie des Betreibers zueigen und spricht von einer Umrüstung. Dabei soll wahrscheinlich suggeriert werden, dass etwas ab- und dafür etwas anderes aufgebaut wird. Dies ist natürlich nicht der Fall. Die LTE-Funkbelastung kommt zur bisherigen Belastung dazu.

Dabei ist Törwang schon jetzt hochbelastet. Eine Messung mit einem Mobilfunkdosimeter des Landesamtes für Umwelt hat gezeigt, dass die Spitzenwerte auf dem Dorfplatz höher sind als auf der Hochries.

So mancher wird sich fragen, wie das möglich ist. Nun am Dorfplatz in Törwang ist unter einem Dach eine Mobilfunksendestation versteckt.

 Die Messungen zeigen, dass die Spitzenwerte den geltenden Grenzwert (26. BImSchV) zur Hälfte ausschöpfen. Nach geltender Rechtslage ist also alles in Ordnung. Aber der Grenzwert ist nicht nach dem Vorsorgeprinzip definiert worden.

Umgekehrt ist es so, dass weit unterhalb dieses Wertes gesundheitliche Risiken in vielen Studien nachgewiesen wurden. Dementsprechend liegen wirkliche Vorsorgewerte um mehrere Größenordnungen unterhalb der geltenden Grenzwerte. Der BUND etwa fordert einen Wert, der 0,1% bzw. 0,0001% des hier mit 100% angesetzten Grenzwertes beträgt.

 


Der alte Gemeinderat hatte am 10.3.2014 einstimmig, also auch mit der Stimme des Bürgermeisters beschlossen, dass im Wohngebiet keine Mobilfunkanlagen errichtet werden dürfen. Zudem soll nach dem Vorbild von Gräfelfing ein Standortkonzept erarbeitet werden, das garantiert, dass die Belastung der Bevölkerung minimiert wird.



Der Bürgermeister hat jetzt auf Nachfrage verlauten lassen, dass beide Punkte nicht umgesetzt werden, weil es zum einen keine Einflussmöglichkeiten gäbe und zum anderen die Gräfelfinger Verhältnisse nicht auf den Samerberg übertragbar seien.

Eine Antwort auf die Nachfrage, worin der Unterschied zu Gräfelfing besteht, wurde ohne Begründung  verweigert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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